"WORLD STANDARD" MAXIM GUN
"WORLD STANDARD" MAXIM GUN

Пулемет Максима обр. 1910

Pulemyot Maxim (P.M.) 1910 im kaiserlichen Russland

 

 

Bezeichnung

P.M. 1910

Herstellerland

Russland

Kaliber

7,62 x 54 R

Gesamtlänge

111 cm

Lauflänge

72 cm

Gewicht

24,0 kg

Feuerrate

500-600 Schuss/Minute

Patronengurt

250 Schuss Leinengurt

 

200 Schuss Metallgurt

Lafette

Sokolov Radlafette (43,5 kg)

Produktion

 

 

 

 

Das Maxim P.M. 1910 war eine verbesserte Version des Maxim P.M. 1905 und wurde ca. ab dem Jahr 1911 gefertigt. Die Identifizierung einzelner Waffen aus dieser Zeit, ob es sich um ein Maxim P.M. 1905 oder ein Maxim P.M. 1910 handelt scheint manchmal etwas schwierig. Veränderungen die diese zwei Versionen identifizieren wurden offensichtlich nicht gleichzeitig in die Produktion übernommen, sondern der Übergang erfolgte stufenweise.
Die zunächst äußerlich erkennbaren Veränderungen zwischen diesen beiden Modellen (P.M. 1905 und P.M. 1910) um sie zu identifizieren, sind die Einführung einer Mündungsbremse und eines neuen Patronengurtzuführer bei dem Maxim P.M. 1910. Generell ist das typische Maxim P.M. 1910 mehrere Kilogramm leichter als das Maxim P.M. 1905, weil die Messing- und Bronze-Teile durch Stahlteile ersetzt wurden. Das Maxim P.M. 1910, ist eine Variante von dem Maxim "New Light" Model 1906, welches von der Firma Vickers, Sons & Maxim (VSM) in England im Jahr 1906 heraus gebracht wurde. Im Jahr 1910 erwarb das zaristische Russland die Lizenz zur Herstellung für diese Version und die Tula Waffenfabrik begann die Produktion des P.M. 1910. Die Kimme wurde die Patrone 7,62x54R mit Spitzgeschoß, welches im Jahr 1908 eingeführt wurde, modifiziert.
Das frühe Maxim P.M. 1910 hatte einen geriffelten Kühlwassermantel wie das "New Light" Modell 1906 von VSM, jedoch begann man in Tula im Jahr 1914 mit der Herstellung dieser Waffen auch mit glatten Kühlwassermantel. Während des ersten Weltkrieges ging man wieder dazu über die geriffelte Version herzustellen.
Bis Ende des Jahres 1911 sollte die Tula Waffenfabrik mit der Herstellung aller Maxim P.M. 1910 in Stahlausführung übergegangen sein, aber auch hier änderte der 1. Weltkrieg demnach die Pläne, sodass eine weitere Änderung in der Herstellung dieser Maschinengewehre während des 1. Weltkrieges die Rückkehr zur Verwendung von Messing- und Bronzeteilen war. Der Patronengurtzuführer und einige Kühlmantelbauteile wurden wieder aus Messing gefertigt, wahrscheinlich weil nicht genug Maschinen zur schnellen Herstellung aus Stahl zur Verfügung standen. Wie so ziemlich alle Staaten war auch das zaristischen Russland nur unzureichend auf den 1. Weltkrieg vorbereitet und konnte seine massiven Streitkräfte nicht vollständig mit modernen Waffen ausrüsten. Mit der Notwendigkeit der schnell wachsenden Fertigung von Maxim P.M. 1910 Maschinengewehren mit Stückzahlen von 10000 Waffen pro Jahr hatte die Tula Waffenfabrik demnach keine andere Wahl.

 

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P.M. 1910 in früher Ausführung mit glattem Kühlwassermantel

 

 

 

 

Уч = Учебный = DRILLED PURPOSE = Ausbildung

 

Im Jahr 1911 wurden 112 Maxim Maschinengewehre für die Ausbildung hergestellt und im Jahr 1912 weitere 150 Ausbildungwaffen gefertigt. An dem Federgehäuse dieser Waffen befinden sich zusätzlich zu der üblichen Kennzeichnung die Buchstaben "Уч". Diese Bezeichnung steht für "Учебный", übersetzt "Ausbildung", englisch "DRILLED PURPOSE". Diese Maxim-Maschinengewehre für Ausbildungszwecke haben ihren eigenen Seriennummernbereich und deshalb kommt es oftmals zu Irritationen. Die Seriennummer des P.M. 1910 wurde ab dem ersten Fertigungsjahr 1911 nicht neu gestartet, sondern von dem Vorgängermodell P.M. 1905 fortlaufend weiter geführt! Bei den gelegentlich abgebildeten Federgehäusen der Fertigungsjahre 1911 und 1912 mit niedriger Seriennummer handelt es sich in den meisten Fällen um solche Ausbildungswaffen!

 

P.M. 1910 mit Kennzeichnung "Уч" für die Ausbildung mit eigenen Seriennummernbereich - Ausbildungswaffe No. 4 aus dem Jahr 1911
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