"WORLD STANDARD" MAXIM GUN
"WORLD STANDARD" MAXIM GUN

Das finnische Konekivääri (K.K.) m/32-33

The First "Snow-Cap" Maxim

 

 

Bezeichnung

K.K. m/32-33

Herstellerland

Finnland

Kaliber

7,62 x 54 R

Gesamtlänge

118 cm

Lauflänge

72 cm

Gewicht

25,0 kg

Schussfolge

600 und 850 Schuss/Minute (Wählbar)

Patronengurt

200 Schuss Metallgurt       

Lafette

Dreibeinlafette m/33 (31,1 kg)

Produktion

~1200 Stück von 1933-1944

 

 

 

Finnland hatte nun mit dem Maxim m09/21 ein hervorragendes Maschinengewehr, aber es war als Flugzeugabwehrwaffe nicht sehr geeignet und eine Verbesserung hierfür wurde als notwendig erachtet. Auch der Patronenstoffgurt stellte ein allgemeines Problem dar, welches sich stark auf die Funktion auswirkte. Wurde der Patronenstoffgurt einmal nass, vereiste er bei extremer Witterung und schrumpfte wenn er wieder trocknete und war deshalb sehr unzuverlässig. Mit der Lösung dieser Aufgabe wurde Aimo Lahti beauftragt, einer der bekanntesten finnischen Waffenkonstrukteure. Lahti begann seine Arbeit an dem Maxim im Jahr 1931 und entwickelte einen Metallpatronengurt. Durch weitere Änderungen und der Konstruktion eines neuen Rückstoßverstärkers war es nun möglich eine Feuerrate von 850 Schuss/Minute zu erreichen. Dieser Rückstoßverstärker war umschaltbar auf 600 und 850 Schuss/Minute. Weitere Verbesserungen betrafen das Griffstück, Kimme, etc. und es kam eine Montage für eine Zieloptik hinzu. Durch die höhere Feuerrate war auch eine Verwendung für die Flugabwehr wesentlich günstiger. Es wurde auf Grundlage der m/21 Dreibeinlafette eine neue Lafette m/33 entwickelt, welche durch die Montage eines zusätzlichen Stützbein sehr einfach zu einer Flugabwehrlafette umgerüstet werden konnte. Die Dreibeinlafette m/33 ist äusserlich sehr leicht von der m/21 zu unterscheiden, da sie an den vorderen beiden Stützbeinen keine Tragegriffe mehr hatte. Die Ausrüstung für die Flugabwehr bestand weiterhin aus einem größerem Visier und einer Schulterstütze. Bei den Maxim m/09 Versionen stand der Patronenkasten rechts neben dem Maschinengewehr am Boden. Für die Flugabwehr war das nicht die optimale Lösung, weil die Waffe geschwenkt werden musste. Deshalb wurde bei dem Maxim m/32 an der rechten Gehäuseseite eine Halterung konzipiert, an der ein Rahmen befestigt wurde, in dem der Metall-Patronenkasten mit dem Paronengurt eingehängt werden konnte. Der ältere Patronenkasten aus Holz passte nicht in diesen Rahmen.

Eine weitere Verbesserung erfolgte ab dem Jahr 1937 durch den Einbau eines großen Einfüllstutzen (Snowcap) in den Kühlwassermantel, der es in der Winterzeit erlaubte Schnee und Eis statt Wasser einzufüllen. In Anbetracht dass nun kein voller Wasserkanister mehr benötigt wurde, der über 3 kg Gewicht hatte und im typisch finnischen Winter das einfrieren des Inhalts problematisch war, stellte dies eine erhebliche Verbesserung dar. Es wurde viele ältere Maxims aus den finnischen Beständen ebenfalls nachträglich mit diesem Einfüllstutzen versehen. Während des 2. Weltkrieges übernahmen die Sowjets die Konstruktion mit dem Schnee-Einfüllstutzen bei den späteren Versionen ihres Maxim P.M. 1910 Maschinengewehr.
In den Jahren 1933 bis 1935 wurden im Waffen Depot Nr. 1 (A.V. 1) ein paar hundert m/09 zu m/32 umgearbeitet. Diese wurden als m/09-32 bezeichnet. Die ersten m/32 wurden noch mit der Dreibeinlafette m/21 ausgestattet und m/32-21 genannt. Die Herstellung der völlig neuen m/32-33 starte im Jahr 1936. Das Waffen Depot Nr. 1 und Tikkakoski bauten für die finnische Armee in den Jahren 1936 bis 1942 ungefähr 900 Stück. Anfang Januar 1944 wurde die höchste Gesamtzahl mit 1176 Stück erreicht, aber die Verluste in den Kämpfen des Sommers 1944, verringerte die Anzahl der Maxim m/32-33 erheblich. Im Jahr 1951 existierte lediglich noch eine Gesamtzahl von 563 Stück. Diese wurden dann ebenfalls wie die Maxim m/09-21 bis Mitte der 1990er Jahre gelagert und dann verkauft oder verschrottet.

 

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Finnische Soldaten mit M/32 für die Luftabwehr auf M/33 Lafette mit Schulterstütze, Flugabwehrvisier, Gurtkastenhalterung und Balancefeder
Bedienungsanleitung für das M/32 von Tikkakoski
In der Bedienungsanleitung ist die noch die frühe Version des M/32 ohne "Snowcap" abgebildet

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